Studie: Kommunale Beschaffung im Umbruch

Angestoßen durch neue Regelungen auf europäischer Ebene befindet sich das Vergaberecht der Bundesländer und somit die rechtliche Grundlage für das Beschaffungswesen der Kommunen im Umbruch. Beim Einkauf der öffentlichen Hand sollen nun Nachhaltigkeitsaspekte, die über rein ökonomische Kriterien hinausgehen, stärker Berücksichtigung finden. Soweit die Intention des Gesetzgebers. Doch wie sieht die gelebte Praxis aus? Um diese Frage zu beantworten, hat das Institut in Kooperation mit der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Gebietskörperschaften untersucht, auf die das größte öffentliche Beschaffungsvolumen in Deutschland entfällt: die Kommunen.
 
Für die Studie wurden im Frühjahr 2013 die Kommunalverwaltungen der 174 größten deutschen Kommunen zur Rolle der Nachhaltigkeit in deren Beschaffung befragt. 56 Kommunalverwaltungen (32,2 Prozent) nahmen an der Befragung teil. Die Ergebnisse zeigen, dass die Kommunen den Weg in Richtung einer nachhaltigen Beschaffung bereits eingeschlagen haben, dabei allerdings noch große Herausforderung zu meistern sind.